Mitten im Prozess – Dritter Teil

Das Kennenlerngespräch liegt ein paar Wochen zurück und der erste Termin in Präsenz erfolgte vor ein paar Tagen.


Nun steht der zweite Termin an.


Nach einer freundlichen Begrüßung erfolgt die Anliegenklärung für die heutige Sitzung. Möglicherweise – um beim Beispiel vom letzten Blog zu bleiben - äußert mein Coachee Unzufriedenheit mit der Hausaufgabe. Also kommen systemische Fragen zum Einsatz, die SMART Methode oder was auch immer passend erscheint, um Licht ins Dunkel zu bringen. Möglicherweise hat mein Coachee während seiner Hausaufgaben erkannt, dass rechtzeitig ins Bett gehen und gesunde Lebensmittel einzukaufen, gar nicht seine größten Probleme sind SONDERN, dass er nicht NEIN-SAGEN kann. Dass er nie gelernt hat, Grenzen zu setzen, könnte wie das im letzten Betrag erwähnte THEMA HINTER DEM THEMA sein.


Vielleicht ist es „bloßes“ Frustessen, was dazu geführt hat, dass mein Coachee nicht mehr in seine Klamotten passt? Sobald wir das Problem eingekreist haben und die Zielformulierung steht, erfolgen ein bis zwei Skalierungsfragen, etwa für wie realistisch mein Coachee es hält, das Ziel in den verbleibenden 60 Minuten der aktuellen Session zu erreichen?


Dann geht es an die Intervention: je nach Typ und Situation hole ich das passende Tool aus meinem Methodenkoffer: ob Tanzparkett, Inneres Team oder andere Aufstellungen. Es wird dann viel geredet, das gehörte wiedergegeben, es gibt Raum für Emotionen.


Zum Ende hin, erfolgen der Realitätscheck bzw. Transfer in den Alltag, Verbindlichkeit (Was? Wann? Wie? Wer?...), und abschließende Fragen zur Wirksamkeit der Session.


Eine sanfte Verabschiedung (Glas Wasser trinken, Folgetermin bestätigen, kurze Atemmeditation oder vergleichbares, Bezahlvorgang) beschließt den Ausstieg aus der Coaching-Session.